Sie sind hier

Das Todesjahr des lokalen Realismus

Weitgehend ignoriert von der Allgemeinheit ereignete sich im Januar 2016 die fast schon stille Verkündung eines äußerst wichtigen Glaubenssatzes der modernen Physik [z.B. Gühne]. Wie bei den von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommenen „Ereignissen“ des Nachweises von Gravitationswellen (Februar 2016) und des Higgs-Bosons (Juli 2012) handelt es sich dabei um das Ergebnis jahrelanger Arbeiten, nach denen man sich in der wissenschaftlichen Gemeinschaft schließlich sicher war, dass irgendwelche von Messinstrumenten erzeugten Zahlen die Bestätigung irgendwelcher Differentialgleichungen sind. Gravitationswellen sind nicht wirklich etwas Besonderes in einer Physik, in der auf grundlegenden Ebenen immer Wellengleichungen stehen. Auch das Higgs ist nichts Besonderes in einer Welt, in der sich Masse letztlich immer als Beziehungen entpuppen will. Wirklich besonders und grundlegend ist die Unmöglichkeit von lokal realistischen Theorien.

Die Welt besteht nicht aus Dingen, die an Orten sind.